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LYRIK

Feinschmecker
Michael Becker

Samtweiche Lippen
heiss und feucht
bespielt
von meiner Zunge
die dort knabbert, streichelt
und ertrinkt
in süsser Glut
die meine Welt berauscht
mein Blut
zum Kochen bringt
mit jedem
tiefen Atemzug
zwischen der Hitze
deiner Schenkel.
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Siehe dazu auch die ganz spezielle Seite!

© Michael Becker 2003
www.michaelix.de

Keine wie deine
Michael Becker

Den Namen - zack - in Google ´rein
schon warste da, ist das nicht fein?

dann dacht´ ich an das Fest bei Ade
geknutscht, gefummelt - doch wie schade:

in meiner Hand die schärfste Brust
mehr durft´ ich nicht - was für ein Frust!

seitdem ist allerhand passiert
bin immer noch nicht etabliert

steh´ immer noch auf üppig Fleisch
da wird ganz hart, was sonst ist weich

den Luxus Zeit genieß´ ich sehr
wenn auch das Konto stöhnt "Brauch´ mehr!"

doch sagt mir mein Orakelblick
"Cool down, Brother, bald macht´s Klick!"

© Michael Becker 2003
www.michaelix.de

Vernissage mit Pattex
Michael Becker

Aneinandergeklebt
den letzten Abend
hast mich angezogen

irgendwie...

ganz wie von selbst
der erste Kuß
im kalten Regen

was passiert da bloß
hab´ ich gedacht
waren wir blind

zuvor...

so scharf
und hemmungslos
wie wir

in dieser Nacht
übereinander
hergefallen sind.

© Michael Becker 2003
www.michaelix.de
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Un soir d'amour
Jörg Borgerding

Stillgelegt das Telefon,
fest entschlummert schon der Sohn.
Heizung auf ganz warm gestellt,
der ausgesperrte Dackel bellt.

Dimmerlicht. Die Kerze rußt.
Champagner perlt. Herr Clapton bluest.
Wohlig weich, schön lang und breit:
die Chaiselongue, auf der zu zweit

frisch geduscht und parfumiert,
splitternackt und ungeniert
wir uns nun getroffen haben,
aneinander uns zu laben,

uns zu lieben, uns zu necken,
Zungen in die Öhrchen stecken.
Küsst du zärtlich mich, so streichel‘
ich den Busen dir! Mein Speichel

sich mit deinem feucht vermengt.
Lust uns fast die Schädel sprengt!
Da heißt’s: sich beherrschen, warten
dass ich deinen Liebesgarten

nicht zu früh, zu schnell bewässer‘!
Dies zu hindern ist es besser,
wenn ich an was andres denke,
das meine Gedanken lenke,

weg von ihr und der Ekstase,
damit nicht zu schnell ich rase
in das Nahziel meiner Lüste.
Doch woran!? Wenn ich nur wüsste

wie ich mich ablenken soll....
Bin vor Liebe schon ganz toll!
Und ich denk an Börsenzahlen,
Schrebergartenvorstandswahlen.

Bundestagsfinanzdebatten,
kahlschwänzige Bisamratten.
Denk an Arbeit und Kollegen
und an Militärstrategen.

Während sie schon keucht und fleht,
dass es endlich weitergeht,
mich befummelt und massiert,
denke ich, was wohl passiert

wenn man Hydrokarbonat
im Labor mit Stickstoff paart.
Gerade will ich mich ergeben
zu befriedigen ihr Beben,

ihr Verlangen, ihr Begehren,
will mich nicht mehr länger wehren.
Gehe jetzt in Positur.
Dabei, zufällig und nur

kurz zur Seit‘, zum Tisch ich schau -
Seh’s Programmheft fürs TV!
Lese, was mich rotumkreist
aus der Liebesklammer reißt:

20:15 – Glasgow / Bayern.
Hände weg von meinen -
Schnell! Die Fernbedienung her!
Und jetzt Ruhe, bitte sehr!
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Gewitterfront
Bess Dreyer

Ist das ein Sturm!
Er drückt den Hut
fest in die Stirn
und läuft mit steifen Schritten.

Wie wirbelt sich
im Ritt der Bö’n
Laub, aufgepeitscht,
dem Baum um seine Krone.

Dort läuft ein Kleid,
am Ausschnitt zerrt
die luft’ge Hand,
lässt weißen Busen blitzen.

Hui, hebt der Wind
die Röcke hoch.
Der Mann giert starr
in Höschen und in Spitzen.

Sein Blick dringt heiß
in Gelb, in Rot.
Mit Lust erspäht
er Haut und dunkle Locken.

Ein Windstoß schlägt
den Mantel auf.
Rasch schließt er ihn -
Die ersten Tropfen fallen.

E-Mail: manina.mail@gmx.de
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Ohne Titel
Silvia Grad

sanftes liebkosen
schau! pusteblumenschirmchen ...
schwebendes fliegen
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letzte rose
vom frost geküsst
liebesmüd

Haiku/Kurzform – Dez. 04
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Unser letzter Tanz
der Rausch in deinen Armen
Erinnerungen

© 2006 Silvia Grad

E-Mail: musenfee@web.de
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Am hellerlichten Tage
Henrik Müller

Ihr Leib bebte,
der Raum erzitterte,
der ganze Ort hörte mit.
Vögel flogen auf.
Er zog sie,
sie zog ihn,
auf und ab,
immer wieder.
Er stöhnte leise.

Sie war kühl,
er ein Mann.
Nahtlos ihr Körper,
wie aus einem Guss.
Die sanften Rundungen,
der glänzende Leib,
alle im Dorf
kannten sie,
hörten das rhythmische
Schlagen,
zählten leise mit:
Vier - fünf - sechs.

Der starke Klöppel
schlug ein letztes Mal,
dann sank er
erschöpft nieder.
Immer wieder würde er
kommen,
um sie zu schlagen –
seine Kirchturmglocke.

„Die Glocke“ von Müller (Juni 2004)

E-Mail: info@softwarefaktor.de
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Das Bett
Melitta Kessaris

Einst lagen sie fest umschlungen,
ihr liebstes Kissen sein Arm,
so schlafen wohl nur die Jungen –
jetzt wär’ ihnen das zu warm.

Gemeinsam durch Freuden und Leiden,
die Zeit verflog wie im Traum.
Nun brauchen trotz Liebe die Beiden
zur Nachtruhe etwas mehr Raum.

Ihr Herz, ihr Körper, ihr Denken,
gehören – wie je – ihrem Schatze;
sie will ihm gern Alles schenken,
doch niemals ihre Matratze!

E-Mail: melitta@otenet.gr
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Fee am Waldrand
Lakie

Am Waldrand ist es wunderschön,
als ob es sonst nichts Schönres gäbe

 Ich liebe es, dort oft zu steh'n,
zu schwingen manche Zauberstäbe

 Wenn Sonnenlicht das Grün durchbricht
und Vöglein zwitschern ihre Weisen,

dann ist es meine heil’ge Pflicht
Natur und Liebesgott zu preisen

 Dem gleich ich einer Honigbiene,
die emsig fliegt und Nektar saugt

 mit großem Herz und Hingab’ diene,
bis müde ich und ausgelaugt

 Wenn zart der Abend kommen will
und Stille herrscht in Wald und Flur

 dann schließe ich mein Wohnmobil
und zähl' mein Geld als Straßenhur’

  © Lakie

Vorfreude
Lakie

Ein jedes Jahr zur Weihnachtszeit
der Niko Klaus macht sich bereit
und fährt vom Land dann in die Stadt,
die so viel Freud' für jeden hat

Der Schnee, er fällt, wie die Bedenken,
sich selbst was Tolles mal zu schenken
Der sonst recht unscheinbare Mensch
liebt's griechisch halt sowie auch french

Mit stolz gespannter Weihnachtsrute
will er zu seiner Lieblingsstute,
die Angie heißt und jeden liebt,
der ihr recht fest die Sporen gibt

Die Vorfreud', sie ist kaum zu toppen
ganz gnadenlos will heut' er poppen,
die Glocken kräftig dazu schwingen
und jauchzend Hallelujah singen

Doch als er klingelt an der Türe,
bereit für alle Liebesschwüre,
die Angie sagt, dass sie nicht willig
und außerdem erst recht nicht billig

So trollt sich fort der Niko Klaus
von diesem "Liebe losen" Haus
Die Weihnachtsfreud' ist schnell passè
Zuhaus' liegt noch sein Port'monnaie
 © Lakie
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Französisch für Fortgeschrittene
Eva Philipp

Lippen waagrecht
küssen
Lippen senkrecht
Schenkel zittern
Röte flutet
Körper bäumt
Lippen waagrecht
küssen
Lippen waagrecht
Lächeln
Atempause

Warte nur
Jetzt kommst Du
dran
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Siehe dazu auch die ganz spezielle Seite!
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Eine kleine Nachtmusik
mit Solo für Schlagzeug
Eva Philipp

Vergiss Mozart.
Gib mir den Takt an.
Und bei den harten Schlägen
geh ich mit.

Vergiss Mozart.
Alle Bläser und Streicher.
Mir reicht dein Drumstick
zu meinem Glück.

E-Mail: l@poetrice.ch
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Slowly we make love
Barbara Lorenz

Ein ruhiger Nachmittag:
Sonnenlicht rinnt ins Zimmer.
Das Bett ist warm,
und du bist neben mir
ganz nah.

Dein Atem kitzelt mich
an der Nasenspitze,
und deine Haut
schmiegt sich an meine
nackt und glatt,
samtig wie ein Pfirsich,
und duftet
nach dir.

Unsere Arme sind wie
Efeuranken und
wachsen zusammen
zum Kuschelkreis,
der die fremde Welt
fernhält,
die Menschenfresser
und das garstige Vieh,
den Wind und den Regen,
den harschen Schnee.

Im Inneren fallen alle Hürden,
und eine Aura umgibt uns.
Unsere Lippen finden sich,
und unsere Zungen tanzen
den Pas de Deux,
lentamente - vivace - lentamente.

Dann dringst du in mich ein,
und langsam
machen wir Liebe,
genüßlich in uns versunken,
bis wir ganz vergehen,
geht auch die Sonne unter,
und die Nacht
kann uns gern haben.

E-Mail: balo@odn.de
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Ohne Titel
Sylvia Wittich

Ist es nicht ein schöner Morgen -
wie ein nackter Po, der gerade abgebraust wurde.

E-Mail: sylviashalome@hotmail.com
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Ein Liebesnacht-Wörtchen
Joachim Ringelnatz

Ja -- ja! -- ja!! -- ja!!! --
Du hast so süße Höschen.
Nun sind wir allein.Und es ist Nacht.
Ach hätte ich dir doch ein Röschen
Mitgebracht.

Siehe auch:
Das Suahelischnurrbarthaar
Das bisher als vermisst geltende Haar wurde am Norderneyer Strand von mir entdeckt.
Es kann übrigens bei Sotheby's in London, aber auch bei mir ersteigert werden.
Für Ringelnatz-Fans eine einmalige Gelegenheit!
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Siehe auch:
Der verschwundene Bumerang
Inzwischen wurde er von mir im nördlichen Dänemark gefunden.
Am Strand von Skagen prallen die Meereswogen von Nord- und Ostsee aufeinander.


Guter Rat einer Dichterkollegin

Froschgelüst
Fred Lang

Ich kannte einmal einen Frosch,
der seine Alte dann verdrosch,
wenn sie sich auf die Seite rollte,
obwohl er etwas von ihr wollte!

Sie hatte einst als junge Frau,
sie war noch grün vielleicht auch blau,
sich einen anderen Mann genommen
und war mit ihm davon geschwommen.

Er schlug sie danach grün und blau.
Ich weiß es nicht mehr so genau,
vielleicht war's eher blau als grün.
Es tat ihm wohl, sich abzumüh'n.

Seitdem er nur Erfüllung findet,
wenn seine Frau sich vor ihm windet!
Für sie ist das nicht angenehm
und ausgesprochen unbequem.

Merke!
Auch Frösche haben ein Gelüst,
das man doch akzeptieren müsst.
Wer kennt sie nicht: Die Illusion.
Sie wird entlarvt als Perversion.

© 2000 Fred Lang

Froschgelüst?
Beatrice von Stein

Der Frosch, was ist der für ein Wicht
schlägt seine Frau - ich glaub' es nicht!
Immer wenn es ihn gelüstet,
er sich damit bei ihr brüstet!

Die Frosch-Frau weiß es leider besser,
drum liefert sie ihn nicht ans Messer.
Denn anders kann er leider nicht,
erfüllen seine Mannespflicht!

Doch dies' Verhalten find' ich schändlich
denn ist es schließlich und letztendlich
nur seine jämmerliche Schwäche,
die jedes Mal beschert ihr Kräche.

Drum Fröschin geb' ich dir den Rat
bevor es wieder kommt zur Tat:
Such' dir doch einen andern Mann,
der auch mal zärtlich fröscheln kann!

Anmerkung:
Auch wenn man wirklich es nicht glaubt,
es ist nicht jede Perversion erlaubt!
Und hier bekommt der holde Gatte,
doch tatsächlich die "rote Karte"!

 © 2003 Beatrice von Stein

Eine Alternative

Postkoitale Depressionen
Fred Lang

Frau:
Erst heißer Schoß
und schnelle Stöße,
dann seine Soß'
     auf meiner Blöße! 

Mann:
Trockene Falten
armer Wicht.
Gletscherspalten
tauen nicht!

Beide:
Erst großer Wipfel
ohne Müh',
dann kleiner Zipfel
viel zu früh!

Dichter:
Auf und nieder,
rein und raus.
Immer wieder?
Welch ein Graus!

© 2000 Fred Lang
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Bumerang

War einmal ein Bumerang
War ein Weniges zu lang.

Bumerang flog ein Stück,
Aber kam nicht mehr zurück.

Publikum - noch stundenlang -
Wartete auf Bumerang.

Joachim Ringelnatz

Postkoitale Depressionen?
Beatrice von Stein

Frau:
Ein zarter Kuss
und Zärtlichkeit -
ein echtes Muss
im Liebesstreit.

Mann:
Nein! Heiße Lust,
Sex und Begierde,
das ist kein Frust -
nur eine Zierde.

Beide:
Ein zarter Mund
hinab sich beugt,
ist schon ein Grund,
der überzeugt.

Dichterin:
In deinem Arm
den Himmel seh'n,
mein Herz wird warm
- wär' das jetzt schön!

© 2003 Beatrice von Stein
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Bumerang
-gefunden-
Genau betrachtet finde ich
er ist nicht zu lang für mich.

Und er bereitet mir viel Glück
drum geb’ ich ihn auch nicht zurück.

Denn schließlich hat mein Bumerang
einen Mann - hintendran!

 ©BvS

Noch eine Alternative

Idylle
Volker von Toerne

Im Gras zirpt eine Grille
Im Dorfe bellt ein Hund
Wie ist die Nacht so stille
Leg dich zu mir, Sybille
Und reich mir deinen Mund

Der Wind riecht nach Kamille
Nach Rosen und nach Raps
Leg dich zu mir, Sybille
Dein Mund hat mehr Promille
als scharfer Zwetschgenschnaps.

Streif ab die letzte Hülle
Die dich von mir noch trennt
Ich teil mit dir, Sybille
Des Sommers dunkle Fülle
Was man so Liebe nennt

Leg dich zu mir, Sybille
Warum bist du so scheu?
Wozu gibt es die Pille?
Im Gras zirpt eine Grille
Leg dich zu mir ins Heu.

So ist es Gottes Wille
Er schuf ja auch das Heu
Er schuf im Gras die Grille
Und mich und dich, Sybille
Und auch die Nacht: Ahoi.

© Volker von Toerne 

Julchens Antwort
Beatrice von Stein

Ick gloob ick brauch ne Brille. 
Mann, du erzählst mer ville! 
Det hier sei Gottes Wille? 
Du schäbije Bazille! 
Du hast wohl Bier zu ville? 

Und weeßte wat, Tassille, 
weeßte, wat ick dir sach: 
Ick nehm ja nich die Pille! 
Nu is wohl Funkenstille? 
Weil ick se nich vertrach! 

Mach ich dir Kille-Kille 
denn denkste nich an mir 
denn du bist ja schon knille. 
Ick mach nich in Famille - 
Dit Kindlein wär für dir! 

Nu wer' ma bloß nich schrille 
und jeh ma hübsch nach Haus. 
Kiek mir in die Pupille, 
kipp noch 'n paar Promille - 
denn weeste: Et is aus! 

© BvS

Hier noch eine Alternative

ER NUN WIEDER
Robert Gernhardt

Dann wieder hört man,
der Brecht, der habe
zwar viel ge---,
aber nicht gut.
Sei doch ein reichlich
einfallsloser
Hacker gewesen,
Typ Hahn,
so rasch runter
wie rauf.
Aber diese ganzen Frauen dann?
Alle so schön und so
klug und so
viele?
Immer gleich drei auf einmal. 
Während
er es der
dritten
noch besorgte, da tippte die
zweite
die Handschriften schon
des Tages, Gedichte,
die dann die
erste
jubelndem Saal sogleich
vortrug, in welchem
schon warteten die
vierte, die
fünfte, die
sechste, so
liest man es doch
dauernd.
Dann wieder hört man -
Wo ist da nun Wahrheit?
Ich meine, das muß sich
doch feststellen lassen!
Man hat doch ein Recht
darauf zu erfahren,
womit und wodurch
und weshalb ihm die Frauen
derart. Man soll doch
von den Klassikern lernen!

© Robert Gernhardt

Brecht gern-hardt
Beatrice von Stein

Da muss man doch…
Irgendwie
und noch und noch
erfahren,
erraten,
ob dem Brecht,
der so geschickt
viele gef…,
das denn auch so gut geglückt.
 

Oft und Gern-
hardt und schnell
tat er’s immer, meiner Seel.

Und man lernt gern von den Großen,
ob sie mit, ob ohne Hosen,
den Hahn nur geben,
lüstern leben -
und in Weiblichkeit vergraben,
sich an deren Gnadengaben
 …laben.

 Hat er’s ihnen nun besorgt
oder war der Ruhm geborgt?
Und jedes Weib wär Gern
- hardt,
dem Kollegen
nur erlegen?

 So ist das mit den Klassi - kern.
Ein jeder hätte Brecht Gern - hardt.
Erst recht ein’ jede Weiberart!

 © BvS
2010

E-Mail: BeatricevonStein@aol.com
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Dich verführen
Carmen Ritter

Du kannst so herrlich genießen,
dass macht es zum Genuß,
dich zu verführen.
Du liegst da, auf dem Bauch,
ganz entspannt, nackt.
Die Augen geschlossen
doch alle anderen Sinne geschärft
für mein Tun.
Ein wohliges Seufzen
bei jeder meiner Berührungen,
ein Rekeln, ein Winden.
Meine Hände krabbeln deinen Körper hinauf,
deine Waden, deine Oberschenkel, deinen Po.
Massieren deinen Rücken,
streicheln deine Arme, deine Hände.
Wuscheln durch dein Haar,
fahren deinen Hals hinab,
zeichnen dein Gesicht nach.
Mein Mund
küßt deinen Haaransatz,
dein Ohr,
beißt in deine Schultern,
saugt sich an dir fest.
Währenddessen spürst du
meinen heißen Atem
in deinem Nacken,
meine Brustwarzen
auf deinem Rücken,
meinen Unterleib
auf deinem Po.
Ich schmiege mich an dich
mit all meiner Lust,
meiner feuchten Leidenschaft,
und ich möchte nur noch,
dass du dich jetzt
umdrehst ...

E-Mail: carmen_witch@web.de
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Power Lady
Rainer J. Hocher

Sie vögelt so lang und so laut wie sie singt
Dabei wippen ihre Titten
Wie Euter, wenn die Kühe Galopp rennen

Ich frag mich:
„Wenn sie mal fünfzig wird,
ob sie dann Socken strickt?“
 

Kalte Nähe
Rainer J. Hocher

Auf der Liegewiese
Temperaturen über dreißig Grad
in praller Augusstsonne.
Rings um uns her: sich Liebende;
Unter uns: zwei trockene Bastmatten,
neben mir, auf einer davon:
ein gefühlloser Eisblock!
 

Am Hechtsee
Rainer J. Hocher

Wenn sie mir noch länger ihre knackigen Brüste zeigen,
bin ich geneigt
durch Lattenroste zu onanieren

Nimm das Eis vom Stiel, Baby –
Ich bin schon scharf genug!

Man liegt hier ja Handtuch an Handtuch,
ich mittlerweile auf dem Bauch

E-Mail: rajoho@gmx.de
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Du
Anne Seltmann

ich rieche dich

atme dich tief ein

Ich liebe deinen Duft

Du nimmst mir

die Sinne am Morgen

bist heiß und exotisch

Wenn du in mir bist

weckst du meine Sinne

Du bist mein Aphrodisiakum
___

 Ich liebe meinen heißen

duftenden Kaffee

am Morgen

© Anne Seltmann
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Vorspiel

Glitzernde Tropfen
auf heißer Haut
Hände gleiten
den Körper entlang
Einzelne Bilder
blitzen im Kopf
Scharfe Klingen
an weichen Linien
Finger verkrallen
sich tief ins Haar
Ein heißer Strahl
dann ist es vorbei -

Ich drehe das
Wasser ab und
geh zurück zu Dir
ins Bett.

© Isa Theobald



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